Verschlüsselten Fileserver remote entschlüsseln

Donnerstag, 29.09.2011 um 22:23 Uhr

Nach langer Zeit komme ich mal wieder dazu was zu schreiben. Diesmal stand bei mir ein größerer Umbau an meinem Fileserver an.

Und zwar wollte ich aus meinem Raid5 mit 3 Platten ein Raid10 mit 4 Platten machen (wegen der höheren Geschwindigkeit) und meine Raid Partition verschlüsseln.

Das Verschlüsseln bzw. eigentlich das entschlüsseln stellte die größte Herausforderung dar, da mein Server jeden Tag an und ausgeschalten wird. Das heißt ich müsste normalerweise Bildschirm und Tastatur anschließen und jedes mal am Server das Passwort zum Entschlüsseln eingeben – das ist viel zu umständlich.

Ich habe mir ein kleines Script geschrieben, das ich auf alle Clienten verteilt und dort in den Autostart nach dem Anmelden gelegt habe.

Und hier ist das Script:


#!/bin/sh
# Decrypting NFS Partition
if [ -z "$(ssh -t server_sudoers@server 'if mount|grep -q "on /crypto type"; then echo mounted; fi')" ]
then
ssh -t server_sudoers@server "echo $(zenity --entry --hide-text --text 'Bitte Passwort zum Entschlüsseln eingeben')|sudo cryptsetup luksOpen /dev/md0 crypto && sudo mount /dev/mapper/crypto /crypto && sudo mount --bind /crypto /nfsexports/crypto;"
fi
# Mounts
sudo mount -t nfs4 server:/crypto/multimedia /home/multimedia

Der Benutzer server_sudoers ist auf dem Server ein extra Benutzer, mit dem man sich per ssh Schlüsseldatei anmelden kann (also ohne Passworteingabe). Die Schlüssel wurden auf alle Clienten verteilt. Dann kann dieser Benutzer per sudo die mount und cryptsetup Befehle ohne Passwort ausführen (editieren der /etc/sudoers).

In der ersten Zeile wird eine ssh Verbindung zum Server aufgebaut und geschaut, ob die verschlüsselte Partition schon entschlüsselt und gemountet wurde (also ein anderer Client das schon getan hat). Ist dies der Fall wird einfach nur noch das im System gemountet, was der Benutzer auf dem Fileserver benötigt.

Ist die Platte noch nicht entschlüsselt, wird eine grafische Passwortabfrage ausgeführt (Zenity muss auf allen Clienten installiert sein, was mit Ubuntu im Normalfall schon in der Standardinstallation der Fall ist) und diese direkt an das Programm cryptsetup übergeben.

War das Entschlüsseln erfolgreich, wird das entschlüsselte Laufwerk gemountet. Der nächste Mount Befehl sorgt dafür, dass die entschlüsselte Partition in die NFS 4 Freigaben gemountet wird.

Als letztes werden dann auch hier die gewünschten Ordner auf dem Client per NFS gemountet.

Wie ich finde erheblich komfortabler als alle Lösungen, die ich bisher im Internet gefunden habe (nur EIN Passwort muss eingegeben werden, grafische Abfrage des Passwortes und auch nur dann, wenn entschlüsselt werden muss). Und die verschlüsselte Partition ist sicher (keine Schlüsseldatei auf einem USB Stick oä).

Las Vegas again #5

Montag, 29.08.2011 um 18:30 Uhr

Nach mehreren Bar-Besuchen in der Woche ging es am Wochenende wieder in den Zion National Park.

Am Samstag war ich alleine unterwegs im Park und habe die Emerald Pools erwandert. Leider war von den Wasserfällen nicht viel zu sehen, da der Wasserstand extrem niedrig war. Eine schöne Wanderung war es trotzdem. Auf dem Rückweg konnte ich auch nochmal schön an die Bergspitze von der letzten Wanderung heranzoomen (Angels Landing).

Am Sonntag ging es dann bis ans Ende des Canyons mit dem Bus (diesmal bin ich mit dem Kollegen aus Chicago unterwegs). Von da gings 1 Meile am Flus entlang. Nachdem der geteerte Weg zu Ende war, führte der weitere Wanderweg durch das Wasser. Diese Wanderung wurde also eine richtige  Wasserwanderung. es ging über Stock und Stein, teilweise bis zum Kinn im Wasser. Für den kompletten “Weg” braucht man wohl mehr als 8h, wir haben dann mit unseren 4h und dem relativ straffen Schritt wahrscheinlich mehr als die Hälfte geschafft. Der enge Canyon bietet eine geniale Landschaft, die man so eigentlich nicht zu Gesicht bekommen würde. Die riesigen Felswände erheben sich mehr als 100m in die Höhe, der Fluss schlängelt sich mit hoher Geschwindigkeit durch den Canyon. Es war ein richtiges Muskeltraining stromaufwärts zu laufen.

Hier nun wieder die Bilder:

Las Vegas again #4

Montag, 22.08.2011 um 19:43 Uhr

Die Woche war sehr ereignisreich.

Ich bin in ein neues Hotel gezogen mit einer schicken Suite, ich war Offroading mit einem Jeep, All You Can Eat Sushi essen in einem der 5 besten Sushi Restaurants von Las Vegas. Ich war im Kino, habe mit Kollegen bei kühlem Bier The Hangover geschaut. Und ich habe mir den Antelope Canyon (bei Page), den Glen Canyon Staudamm und den Zion National Park in Utah angeschaut. Dazu kommt noch, dass ich auf einmal von einem wie ein Weihnachtsbaum  blinkenden Auto verfolgt wurde – 90$ für zu schnell fahren muss ich nun berappen (obwohl dort alle so schnell fahren, ich nur nicht abgebremst habe (die Amis vor mir haben das Auto wohl erkannt)).

Das Offroading mit einem Jeep war toll. Wir sind einen offiziellen Jeeptrail von Logandale, NV bis ins Valley of Fire gefolgt. Mehrmals waren nur 3 oder 2 Räder auf dem Boden, die anderen hingen in der Luft. Ich habe den Jeep natürlich auch mal ausprobiert – macht viel Spaß damit über die Felsen zu klettern. Die Kollegen hatten mich gewarnt, dass man hier aufpassen muss, wegen Klapperschlangen und anderem giftigen Getier – gesehen haben wir keine, nur gehört haben wir eine Klapperschlange. Leider mussten wir irgendwann wieder umdrehen, weil der Weg extrem sandig wurde und wir uns mit dem Auto schon halb eingegraben hatten. Wir hatten für so ein sandiges Gelände nicht die richtigen Reifen am Auto. Da waren die Quads, die uns ab und an begegnet sind schon besser ausgerüstet.

Der Antelope Canyon ist natürlich einer der genialsten Felsformationen, die ich bisher gesehen habe. Geformt wird das ganze durch Wasser bei starken Regenfällen, welches dann in den Lake Powell fließt. Das Gebiet teilt sich in den Upper und Lower Canyon, wobei der Lower Canyon der schönere ist – teilweise nur einen halben Meter breit und mit genialsten Formen ausgewaschen durch die Wassermassen. Leider kann man sowas nur in wenig aussagekräftigen Bildern speichern – einfach genial diese Formationen. Bevor ich in meinem Hotel in Page eingecheckt habe, war ich noch am Glen Canyon Staudamm, der fast so hoch ist, wie der Hoover Dam, aber genauso imposant.

Den nächsten Tag ging es dann in Richtung Zion National Park. Eingefahren bin ich vom East Entrance. Vor dem langen Tunnel durch den Berg sehen die Felsformationen ganz anders aus als wenn man dann direkt in der Mitte des Parks ist. Am Anfang sind die Berge sehr glatt, geformt vom Wind (so siehts zumindest aus). Dort oben gibt es dann auch Bergziegen und vieles andere Getier (Klapperschlangen, Schwarze Wittwen, etc). Mit dem Auto ging es dann weiter durch den Tunnel bis hinab zum Virgin River und Visitor Center. Ab dort muss man einen der zahlreichen Shuttlebusse nehmen um in den Zion Canyon einfahren zu können (wurde Anfang der 2000er für normale Autos gesperrt). Die Wanderung, die ich mir rausgesucht habe, zählt zu einer der schwersten im Zion NP. Und zwar sollte es bis auf die Spitze von Angels Landing gehen – der Name kommt daher, dass in der Anfangszeit des Parks die Spitze nicht zugänglich war und nur Engel - so hieß es – konnten dort oben landen. Der erste Teil der Wanderung war extrem anstrengend, in praller Sonne, bei 45°C und Hitze abstrahlende Felsen. Zudem war der Weg noch asphaltiert (mag ich überhaupt nicht) und extrem steil. Ungefähr auf halben Wege traf ich auf ein Mädel, welches sich ebenfalls alleine den Weg hochschleppte. Wir sind ein paarmal aneinander vorbei gelaufen, weil jeder alle paar 100m Pause gemacht hat. Irgendwann hab ich dann auf sie gewartet und wir sind zusammen weiter gestiefelt. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir den Kamm. Von da an wurde der Weg interessant und für mich endlich nicht mehr so anstrengend wie dieser Asphaltweg. 1h kletterten wir nun bis zum Gipfel. Teilweise war der Weg nur einen Meter breit und links und rechts geht es dann senkrecht mehr als 450m in die Tiefe. Oben angekommen hat man einen Ausblick den man als atemberaubend beschreiben kann, einfach nur genial. In Ost und West Richtung hat man die riesigen Canyon Wände, die sogar noch ein Stück oberhalb sind. In Süd und Nordrichtung kann man das gesamte Canyon Tal und den Virgin River überblicken. Eine halbe Stunde haben wir uns da oben gemütlich gemacht, die Aussicht und die kühle Brise genossen (so richtig auf den Felsen konnte man da zwar nicht sitzen, sonst hätte es Spiegelei gegeben) und ich hab mich noch mit 3 Deutschen unterhalten (vor denen ist man aber auch nirgends sicher). Der Weg nach unten war dann genauso spannend, da man jetzt den steilen Weg nach unten genau vor sich hat. Der asphaltierte Weg lag glücklichweise komplett im Schatten, so dass dieser Teil sehr entspannend war. Abgekühlt haben wir uns dann im Fluss (das war wie flüssige Awesomeness ^^). Meine Begleiterin hat sich gleich erstmal komplett mit Sachen ins kühle Nass gesetzt. Mit dem Shuttlebus ging es dann zurück zum Auto. Als Tagesabschluss waren wir dann noch was leckeres Essen und dann bin ich zurück nach Las Vegas gedudelt (mit Sylvis toller Roadtrip Musik).

So hier nun wieder die Bilder.

Las Vegas again #3

Dienstag, 16.08.2011 um 02:33 Uhr

Dieses Wochenende war sehr spannend. Wir haben zu viert eine Wanderung auf den höchsten Berg im Death Valley (Telescope Peak; 3,4km) gemacht. Die einzige Tageszeit in der man im Death Valley wandern kann ist nachts…

Wir sind also 22.00 Uhr Freitags nach dem Unterricht ins Death Valley gefahren. Nach ca 3h Fahrt und guter American Road Rock Music sind wir im Death Valley angekommen. Je nach Region hat man im offenen Jeep schon gemerkt, was für Temperaturunterschiede auf uns warten. So war es auf dem Weg über die Berge ins Valley nur noch 20°C warm, bei den Sanddünen in der Mitte des Tales waren es selbst 1.00 Uhr nachts noch 45°C. Gestartet sind wir aber ab einer Höhe von 2,4km (nur mit dem Jeep zu erreichen, da der Startpunkt für die Wanderung auf einer nicht befestigten Straße lag). Ich musste dann aber auch schon einen Pullover überziehen, weil es sehr frisch war.

Los ging es nun durch die Vollmond-Nacht. 2 Kollegen hatten zusätzlich noch Stirnlampen dabei, so dass wir den meist 1km tiefen Abgrund immer gut neben uns gesehen haben. Der Wanderweg war nur im Gänsemarsch begehbar. Schon in der tiefsten Nacht hatte man einen super Ausblick über einen großen Teil des Death Valley. Im Mondschein hat das riesige Badwater Basin richtig geleuchtet.

Die Strecke bis zum Gipfel war ca 11.3km lang. Es fing an zu dämmern, als wir dann unsere letzte Meile anbrachen. Ein Kollege und ich sind nun schneller zum Gipfel aufgebrochen, denn ein anderer Kollege hatte mit der dünnen Luft zu kämpfen und brauchte viele Pausen. Den Gipfel erreichten wir 6.15 – 4,5h nach Beginn der Wanderung. Die Sonne war noch durch ein paar Wolken verdeckt und es war extrem frisch durch die steife Briese. Nachdem die Sonne endlich die Berge erhellte, wurde es auch sehr schnell wärmer. Unsere beiden anderen Kollegen erreichten uns 1h nachdem wir am Gipfel angekommen waren. Wir verewigten uns im Gipfelbuch und nach einer längeren Pause, in der wir die Wahnsinns Aussicht über das ganze Death Valley genossen, ging es dann wieder nach unten.

Wir begegnetem einem Sportler, der den Gipfel in der Hälfte der Zeit erreicht hat als wir und dann auch wieder zurück gerannt ist, damit er pünktlich zum Frühstück bei seiner Familie ist…4 weitere Leute begegneten uns auf dem Weg – ich wäre niemals erst morgens gestartet um auf den Berg zu steigen, denn es war schon 9.00 Uhr unerträglich heiß. Mittag erreichten wir dann endlich unser Auto und es ging die 3h zurück nach Las Vegas.

Nach einer sehr erfrischenden Dusche, etwas zu essen und Fernsehen habe ich mich dann 19.00 Uhr vom Tag verabschiedet und habe bis Sonntag Morgen durchgepennt. Zum Mittag/Kaffe trafen wir uns zu dritt zum Grillen (was bei 40°C Außentemperatur plus 20°C vom Grill nur durch ein kühles Bier auszuhalten war). Gegessen haben wir dann unsere leckeren Steaks und Maiskolben mit Zimtbutter im Hotelzimmer – viel angenehmer. 22.00 Uhr begann dann unsere Blue Man Group Show im Venetian Casino – genial. Die Rhythmen haben übelsten Spaß gemacht, es gab sogar einige neue Show Elemente, die ich von Berlin bisher noch nicht kannte – absolut toll. Ein Amerikaner würde jetzt sagen – awesome.

Hier noch die Fotos von unserer Wanderung:

Las Vegas again #2

Dienstag, 09.08.2011 um 06:22 Uhr

Hey,

diese Woche war ich mit meinen Kollegen essen – traue niemals einem Texaner, wenn er sagt die Blazin Chicken Wings sind nicht scharf. Die Amis haben sich amüsiert, als ich plötzlich schwitzend und Biertrinkend vor Ihnen saß – mann war das scharf. Am Freitag war ich mit nem Schotten einem Engländer und einem Iren beim Weezer Konzert. Die Bühne war zwischen den Pools eines großen Casinos (Red Rock Casino) aufgebaut, mit den Mädels in Bikinis – bis zum Konzert Beginn konnte man also gucken ;-) . Weezer hat dann für knapp 2h ordentlich abgerockt. Danach wurde dann noch die Pool Bar belagert.

Nun habe ich auch meinen zweiten Wochenendtrip unternommen. Ich war in San Diego. Auf dem Weg dorthin habe ich Calico Ghost Town besucht und bin dort durch ein paar Minen gestiefelt, habe mir das Bottle House angeschaut (siehe Bilder) und die alten Wohnstätten der Minenarbeiter betrachtet. Danach ging es nach Barstow zum alten Bahnhof und zur Zugaustellung. Ich habe mir nur die außenstehenden Züge angeschaut, bin aber nicht ins Museum gegangen.

Der nächste Halt war dann San Diego die USS Midway. Dies ist ein großer Flugzeugträger. Man kann eigentlich nur sagen – gigantisch. Das Schiff ist riesig, es hat so viele Räume und ist so voll gestopft – über 4000 Leute haben da zur aktiven Zeit gearbeitet und sind Einsätze geflogen. Schon sehr beeindruckend.

Abends habe ich mir Oldtown angeschaut, das historische Stadtviertel von San Diego. Da stehen ein paar Monsterluxushütten rum. Nach Sonnenuntergang habe ich dann das Nachtleben an den Piers erkundet – und ich muss sagen, dass die Stadt da schon einiges an Flair zu bieten hat. Vom Flugzeugträger tönte Rock’n'Roll Musik, 2 Feuerwerke hat man am Nachthimmel gesehen. Jede Menge Bars und Restaurants luden zum einkehren ein.

Am nächsten Tag habe ich mir den Balboa Park angeschaut. Als erstes den Zoo. In diesem war ich 8h – und bin alle Wege nur einmal abgelaufen. Der Park ist toll – allein wegen dem dschungelartigen Aufbau und der Pflanzenvielfalt überall. Sogar einige exotische Tiere waren zu sehen, die nicht in jedem Tierpark zu finden sind. Allerdings war die Menschenmenge in dem Zoo auch etwas krass. Das wurde nur etwas entspannt, weil ein Großteil der Amis nicht zu Fuß unterwegs war, sondern sich mit Bussen durch den Park geschoben hat.

Nach dem Zoo habe ich mir noch die Gebäude des Museums of Art angeschaut. Sehr schöner verschnörkelter Baustil. Dort habe ich auch einen riesigen Kaktusbaum gefunden, der bestimmt 10m hoch war. Fast 340 Bilder habe ich an dem Wochenende gemacht.

Auf der Rückfahrt habe ich mich gefreut, dass ich endlich mal in die richtige Richtung fahre. Denn letztes Jahr mussten wir schmerzlich feststellen was der Wochenendtourismus für Las Vegas bedeutet. Da schieben sich nämlich freitags zigtausende Autos von LA/San Diego und Umland nach Las Vegas und sonntags dann wieder zurück. Ich konnte dann also auf der Gegenspur ungefähr 60-70km Stau beobachten (auf 180km Strecke).

Las Vegas again

Mittwoch, 03.08.2011 um 04:14 Uhr

Ein Jahr ist es nun her seit meinem letzten Eintrag hier. Und nun bin ich schon wieder in Las Vegas.

Sylvi hat mir dieses Jahr zum Geburtstag einen tollen Reiseführer geschenkt, damit ich mich die Wochenenden hier nicht langweilen muss. Las Vegas habe ich ja nun schon relativ ausführlich kennen gelernt. Es gibt zwar noch viele Clubs und Restaurants in denen ich noch nicht war, aber alleine macht ein Besuch eher weniger Spaß (meine Kurskollegen sind da eher Ausgehmuffel).

Das erste Foto ist dann nach meiner Shopping Tour entstanden – einmal komplett eingekleidet habe ich mich. Außerdem wollte ich mir letztes Jahr als Souvenir schon einen Cowboy Hut kaufen – jetzt habe ich es endlich mal geschafft und hab mir den Hut an meinen Kopf anpassen lassen.

Erstes Reiseziel und damit mein erster Wochenendtrip war Flagstaff, AZ. Die 4,5h Fahrt dorthin hat mir Sylvi mit eigens für die Road Trips zusammengestellter Musik versüßt. Auf dem Weg dorthin bin ich für eine Stunde mal von der Interstate abgebogen und bin auf der Route 66 gefahren. Ein paar alte Saloons und Tankstellen uä. findet man dann an einigen Stellen.

In Flagstaff angekommen ging es gleich weiter nach Norden. Nicht weit von Flagstaff liegt der Sunset Volcano Crater und das Wupatki National Monument. Leider kann man den Vulkan Krater nicht mehr besteigen (Naturschutz). Dafür habe ich ein paar Wanderungen am Fuß des Berges gemacht (man sieht in den Fotos schön die schwarze “Erde” – dies ist alles verwittertes Lavagestein).

Das Wupatki N/M besteht aus mehreren Ruinen, die ungefähr 1200 bis 800 Jahre alt sind und von ehemaligen Ureinwohnern bewohnt wurden. Die größte Haus bestand aus über 100 Zimmern!

Am Abend habe ich mir Flagstaff angeschaut. Die historische Innenstadt hat ein paar hübsche Backsteinhäuser und ist sehr lebendig (da Studenten und Wissenschaftsstadt). Kurz bevor es dunkel wurde, bin ich auf den Berg zum Lowell Observatory gefahren. Dort wurde 1930 der Pluto entdeckt und es heute noch in Betrieb. Das erste Teleskop (117 Jahr alt) steht heute noch dort und dient als Besucherteleskop. Leider war es bewölkt und so konnten wir uns nur ein paar interessante Geschichten über das Observatorium anhören und die Austellungen anschauen.

Den nächsten Tag ging es zum Walnut Canyon. In den steilen Wänden  des Canyons unter Felsvorhängen lebten ebenfalls Ureinwohner. Wenn man den zugänglichen Teil betritt, sieht man auch überall an den gegenüberliegenden Wänden ehemalige Wohnungen. Nach der Wanderung im Canyon ging es wieder in die Wüste. 40 Meilen östlich von Flagstaff ist vor 50k Jahren ein kleiner Meteorit eingeschlagen und hat einen gewaltigen Krater hinterlassen (3,8km im Durchmesser, 170m tief). Die Sicht in den Krater ist sehr beeindruckend. Vor ca 100 Jahren wurde nach dem Meteorit gesucht (es wurde vermutet, dass er in der Erde vergraben liegen muss), die Bohrungen sieht man noch heute. In den 60er Jahren wurden dort auch die Mondlandeübungen abgehalten. Deswegen sieht man eine kleine Astronautenfigur und die Amerikanische Flagge (in der Größe wie die auf dem Mond) in der Mitte des Kraters stehen und kann somit die Größe des Kraters etwas abschätzen.

Nach dem Krater Besuch ging es nach Süden Richtung Sedona im Oak Creek Canyon – sehr beeindruckende Natur. Bei Sedona sind dann überall die riesigen feuerroten Felspeaks zu sehen. Hier habe ich dann Stopp gemacht um bis zum Oak Creek hinunter zu laufen. Mein letzter Halt für heute war dann die Badestelle der Amis im Oak Creek Canyon. Hier wurden die klitschigen Steine und der flache Fluss als Natur-Wasserrutsche genutzt. Mein Rückweg zum Auto habe ich dann wasserwandernd zurückgelegt.

Die zweite Station in Sylvis Reiseführer war der Neon Boneyard in Las Vegas. Diesen habe ich am Dienstag besucht. Obwohl es diesen Park schon seit 40 Jahren gibt, befindet er sich gerade im Aufbau (erst seit 5 Jahren an der aktuellen Position). Der Verein der hinter dem Boneyard steht, sammelt alte Neon Reklamen und Verzierungen der Hotels/Casinos in Las Vegas. Gab ein paar sehr schöne Geschichten zu den einzelnen Neon Schildern…

Bitte auf die Bilder klicken, damit man diese in voller Größe sehen kann.

Las Vegas #5

Sonntag, 25.07.2010 um 00:02 Uhr

Schon wieder ist ne Woche rum und bald beginnt die letzte Kurswoche für mich. Freu mich dann auch schon auf die anschließende Woche Urlaub.

Viel Neues gibts hier allerdings nicht zu berichten. Diese Woche ist noch ein Kollege aus Deutschland für einen anderen Kurs hier eingetroffen, mit ihm waren wir dann deutlich häufiger feiern. Zum Vorglühen haben wir immer einen Dollar an den 1 Cent Slot Machines verspielt, denn das Bier gibts dann kostenlos auf Bestellung. Das einzig Nachteilige am Abhotten auf ner Party ist, dass man am nächsten Morgen immer so müde ist….

Im Hooters waren wir natürlich dann auch mal essen – oh mann, da laufen einem die Augen über, die Frauen werden da echt durch ne Schablone gepresst. Weil wir so nett waren, haben wir dann unsere Rechnung auch mit Herzchen und “Breast Wishes” verziert bekommen ^^ 

Das bayrische Hofbräuhaus mussten wir auch mal ausprobieren. Endlich mal wieder ein deutsches Bier zu trinken, war sehr angenehm. Das Bier ausm Amiland schmeckt immer etwas dünn (da stand auch gleich in Deutsch über der Tür “Durst ist schlimmer als Heimweh”). Bei bayrischer Bierzeltmusik haben wir dann unser Abendbrot verspeist – war sehr witzig zu beobachten und noch witziger ist, wenn Amis versuchen Deutsch zu reden/grölen. Live Alphornmusik gab es auch und jeder der nen Jägermeister bestellt hat, hat mit nem Holzbrett eins auf den Hintern bekommen. Der eine Kollege musste natürlich für uns 3 auch noch sowas bestellen..

Da wir nächste Woche wahrscheinlich keine Gelegenheit haben werden, weil einige gleich noch am Freitag abreisen, haben wir diese Woche nochmal ein Kursessen im Outback veranstaltet. War wieder sehr witzig, man findet immer wieder Themen bei denen man die einzelnen Länder und Sitten vergleichen kann. Es ist cool in einer internationalen Firma zu arbeiten und die Gelegenheit zu bekommen auch Menschen aus allen Ländern kennen zu lernen. Das Hotel ist auch immer voll von Mitarbeitern mit denen man sich dann beim Frühstück oder aufm Gang unterhalten kann.

Übrigens habe ich einen ziemlich coolen Musiker im Internet gefunden. Der hat schon bei zig Soundtracks in Filmen, Spielen, Serien usw mitgewirkt und baut sich immer selber Instrumente und bekommt Musik aus allem raus, was er findet.
Am Besten finde ich den Megabass (alle vier Streicher auf einem Basskörper): http://vimeo.com/6739680
Bonsai: http://vimeo.com/10198497
Bassoforte: http://vimeo.com/12658207

Las Vegas #4

Dienstag, 20.07.2010 um 22:07 Uhr

Nun ist die vierte Woche rum und es hat die 5. begonnen. Wir haben wieder Einiges unternommen. Einen Tag haben wir uns Las Vegas von oben angeschaut. Auf dem Weg zum Aussichtspunkt (Stratosphere Tower) sind wir am Sahara Hotel vorbeigekommen. Dieses hat eine sehr verrückte Achterbahn – diese Fährt nicht im Kreis sondern nur vor und zurück. Das Dead End der Achterbahn ist ein senkrecht in die Höhe ragender Turm, diesen fährt man hoch und dann gehts wieder rückwärts zum Anfang der Achterbahn.

Sahara Hotel  Sahara Hotel 2

Hier sieht man dann mal Las Vegas von oben. Dabei muss man noch dazu sagen, dass der Stratosphere mehr oder weniger in der Mitte von Las Vegas steht. Die Fläche von Las Vegas ist riesig. Wenn man beispielsweise im Dunkeln vom Hoover Dam nach Las Vegas einfährt, dann ist das ein gigantisches Meer von Lichtern und man sieht auch, dass der riesige Strip von Las Vegas eigentlich nur ein winziger Punkt innerhalb der Stadt ist. Auch die riesige Flughafen Fläche verschwindet im Häusermeer.

Las Vegas von Oben  Las Vegas bei Nacht

Las Vegas bei Nacht 2  Las Vegas Ortseingang

Auf dem obere Foto sieht man das berühmte Ortseingangsschild von Las Vegas, welches am südlichen Strip steht. Die Amerikaner haben jetzt extra ein Parkplatz vor das Schild gebaut, weil wohl früher die Leute immer über die Straße gerannt sind und angefahren wurden. Auf der anderen Straßenseite befindet sich auch gleich das Flugfeld für die Privatjets, die direkt an der Straße stehen. Durch den Zaun kann man die fast anfassen, so nah stehen die am Rand.

Luxus Jets 

Hier ist jetzt mal der Stratosphere Tower von unten zu sehen. Und noch ein Foto von ganz oben. Auf den Tower wurde ein halber Rummel gebaut. Es gibt da beispielsweise die Wippe, diese lässt den Wagen bis nach vorne drüber rutschen, bis der halbe Wagen frei über dem Abgrund hängt. Dann gibts noch ein Karussel, was einen über den Rand schleudert und einen Freefall Tower, mit dem man zum höchsten Punkt des Tauers hochfahren kann (und dann halt oben wieder ganz schnell runterfällt). Wenn man ganz verrückt ist, kann man natürlich noch den Freefall Basejump ausprobieren. Man springt vom Tower über 200m nach unten und schlägt dann auf dem Boden auf einer Matte auf. Ich hatte allerdings keine gesteigerte Lust irgendwas von diesen Dingern auszuprobieren….

Stratosphere Tower  Stratosphere

Einen Abend waren wir im Rok Nightclub um ab zu rocken. Allerdings darf man sich hier anscheinend nicht auf die Beschreibungen verlassen, denn es lief eher Rap Zeugs. War aber trotzdem nicht schlecht zum Abfeiern. Die Tanzfläche hat gekocht und die Mädels waren alle hübsch anzusehen – schon deswegen hat sichs gelohnt ^^

Einen anderen Tag wollten wir noch ins Coyote Ugly zum Feiern, weil die wirklich Rockmusik bringen und die Frauen auf der Theke tanzen, Shots an die Gäste verteilen und diese auch mit Wasser besprühen. Allerdings haben die mit ihren schrillen Stimmen versucht ins Mikro zu brüllen und Stimmung zu machen. Das war etwas anstrengend. So sind wir eben das zweite Mal ins Rok gegangen – hat ja Spaß gemacht das letzte Mal (und diesmal auch).

Im Kino waren wir auch noch zwischendurch und haben uns Predators angeschaut. Unseren Australier mussten wir zwar ab und zu fragen, was einer der Schauspieler gerade gesagt hat, aber sonst wars super zu verstehen. Und die Predators grunzen ja eh nur….

Las Vegas #3

Dienstag, 13.07.2010 um 06:26 Uhr

Nun ist schon Halbzeit hier und ich habe wieder einiges zu berichten. Am Samstag letzte Woche waren wir auf großer Tour zum Grand Canyon. Aufgrund der Schleicherei im Auto hier in Amerika, liegt der Grand Canyon ungefähr 4h von Las Vegas entfernt.

Der schnellste Weg führt über den Hoover Damm. Dort hatte unser bulgarische Kollege gleich die Gelegenheit sich diesen mit anzuschauen. Er hatte am Vorabend – wo wir im australischen Outback Restaurant alle gemütlich beisammen gesessen hatten – gefragt, ob er uns begleiten kann. Beeindruckend ist diese Staumauer schon – über 200m hoch, zudem auch der Lake Mead dahinter entsprechend riesig ist.

Am Grand Canyon angekommen, waren wir überwältigt. Unser Australier würde wohl seinen Lieblingsspruch bringen – It’s awesome! Diese Landschaft kann man nicht anders beschreiben. Man steht an der Kante (die nirgends abgesperrt ist) und schaut teilweise über einen Kilometer in die Tiefe. Der Canyon ist an dieser Stelle auch sehr breit (schätzungsweise 5km). Man sieht nichtmal den Colorado von der obersten Kante, denn dieser liegt nochmals tiefer in einer schmalen Spalte am Fuß des Canyons. Ein Fußmarsch dorthin und wieder zurück dauert wohl mehr als einen Tag.

So ein Kletterverrückter wie ich bin, bin ich auch gleich auf den am weitesten herausragenden Felsen geklettert, den es dort gab. Da braucht man nur die Arme ausbreiten und man glaubt über dem riesigen Canyon zu fliegen – man fühlt sich da richtig frei, unbeschreiblich. Wir sind dann ein Weilchen an der Kante entlanggelaufen, an der übrigens ein wunderbar ausgebauter Weg entlang führt.

Mit dem Shuttleservice sind wir dann ein paar Kilometer weiter nach Westen gefahren und haben uns dort nochmals umgesehen. Von dort sah man einige Menschen den langen Pfad nach unten wandern. Man hat diese von oben nur erkannt, weil sich in weiter Ferne etwas bewegt hat und im Gänsemarsch den Pfad entlanglief.

Wie gesagt – It was awesome! Hier ein paar wenige Eindrücke.

Hoover Dam Hoover Dam night

Grand Canyon Grand Canyon 2

Grand Canyon 3 Grand Canyon 4

Sonntag waren wir dann mit unserem Multikultitrainingskurs bei der Inpedence Day Feier auf dem Strip. Zuerst waren wir bei toller Heavy Metal/Hard Rock Musik im Hard Rock Cafe Las Vegas essen. Dort waren auch die Bedienungen entsprechend ausgesucht, dass sie in die Szene passen  – und geredet haben sie auch so – toll. Da wir noch etwas warten mussten bis ein Tisch frei wurde, konnten wir den großen Multitouch Screen ausprobieren, der vor dem Restaurant hängt. Hier der Kanadier, Australier und Vietnamese beim Ausprobieren.

Multitouch

Auf dem folgenden Foto sieht man was passiert, wenn Männer zu lange von ihren Frauen getrennt sind.

Kollegenkuscheln

Hach ist die Liebe unter Kollegen nicht toll ;-)

Nachdem wir nun gekuschelt und gegessen hatten, haben wir uns ein weiteres Springbrunnenprogramm am Bellagio angeschaut und waren nun auch das erste Mal im Hotel – echt edel, Shops und Restaurants kann/will man sich nicht leisten. 20$ für eine Vorsuppe sind mir dann doch etwas zu heftig.

Bellagio Fountains Bellagio Fountains 2

Bellagio Bellagio 2

Kurz nach dem sunset sind wir nach draußen und haben uns die Fußwege mit gefühlten Millionen anderer Touristen geteilt. Für eine halbe Stunde wurde der dunkle Himmel durch ein großes Feuerwerk erhellt. Passend dazu startete auch noch der Springbrunnen vorm Bellagio ein Sonderprogramm. Auch hiervon gibt es ein paar Eindrücke.

Fireworks Fireworks 2 Fireworks 3

Unser Australier hat dann auch gleich ein weiteres Objekt seiner Begierde gefunden. Anmerkung: er ist ungefähr 1.95 groß und kleiner als das Auto

Hummer

Die Woche über probierten wir weitere Restaurants aus. Die in der näheren Umgebung kennen wir bereits in und auswendig – da wurden wir selbst schon von der Bedienung wieder erkannt. Deswegen haben wir unser Jagdgebiet erweitert und haben im Town Square (teures Shopping und Restaurantgebiet) ein gutes Ziel gefunden. Einen Tag waren wir in einer Pizzaria (man braucht Abwechslung) und einen anderen Tag im Claim Jumper (extravagante Küche). Dort gibt es übrigens auch einen Apple Shop in dem wir mal das iPad getestet haben – mittlerweile gehen wir dahin, weil wir ein tolles Daddelspiel gefunden haben – ist einfach, macht aber süchtig ;-)

Den nächsten Test habe ich nun auch wieder erfolgreich hinter mich gebracht und teile mir den ersten Platz mit unserem Kanadier. Mal schauen was die nächsten Wochen auf Arbeit noch so schönes bringen. Ein paar interessante Dinge hab ich schon gesehen, die jetzt im Feld nicht alltäglich sind.

Las Vegas #2

Freitag, 02.07.2010 um 20:58 Uhr

Und nun die zweite Woche aus dem Vorhof der Hölle…

ungebrochen sind die Temperaturen – neuer Rekord sind 114°F im Schatten was knapp 46°C entspricht. Ein Bisschen was unternommen haben wir trotzdem diese Woche, auch wenn wir mehrheitlich am Pool lagen, Musik gehört und nebenbei noch einiges an Hausaufgaben erledigt haben. Ich hatte zwar gedacht nie wieder welche machen zu müssen, aber kaum geht man Arbeiten, drückt man schon wieder die Schulbank.

Freitagabend besuchten wir das im Mandalay Bay beheimatete Shark Reef. In dem relativ großen Aquarienkomplex durften wir dann Krokodile, einen riesigen Komodowaran, Quallen, Rotfeuerfische, Haie, Sägefische und allerhand anderer großer Fischbrocken bewundern. Die Rochen im unteren Bild konnte man anfassen und streicheln. Allerdings fassen die sich sehr glitschig an. Die kleinen Jellyfishies im Foto daneben waren auch sehr interessant zu beobachten. In offener Wildbahn würde ich da so schnell wie möglich aus dem Wasser raus, eh die mich mit ihren Tentakeln umschlingen.

Ray Jellyfish

Sawfish Lionfish

Nach dem Essen im Excalibur Hotel haben wir uns entschlossen den Roller Coaster im NewYork NewYork auszuprobieren. Hat ziemlich viel Gaudi gemacht, ich glaube ich war schon fast 10 Jahre nicht mehr auf ner Achterbahn. Allerdings hätte ich das eher mit etwas mehr Abstand zum Essen machen sollen. Die zwei Talfahrten am Anfang haben schon ganz schön den Magen angehoben… Mein Kollege musste sich auch beeilen seine Brille abzunehmen sonst wäre sie wohl weggeschleudert worden. Der Looping und die Schraube waren dann auch sehr lustig. Nach der Fahrt hatte ich dann auf jeden Fall ne ganz ordentliche Sturmfrisur.

NewYork NewYork with Roller Coaster Luxor Obelisk

Am Wochenende haben wir uns dann mit 2 Schweizer und einem russischen Kollgen im ursprünglichen Teil Las Vegas herumgetrieben. In der Freemont Street stehen die ersten Casinos von Las Vegas und es ist alles noch nicht ganz so hoch und groß dafür aber deutlich bunter und mit mehr Flair, da das mittlerweile eine Fußgängerzone ist.

Zur Zeit gibt es dort jeden Abend kostenlose Live Konzerte mit dem Motto der 70er, was natürlich gleich nen paar Hippies auf den Plan ruft. Wir waren dann in einem Nobelasiaten dinnieren. Das Casino in dem wir da waren, hatte ein Poolbereich mit einer Wasserrutsche. Diese führte quer durch ein riesiges Haifisch Aquarium – war ziemlisch cool gemacht.

Das besondere an der Freemont Street ist, dass sie komplett überdacht ist und zwar mit einem riesigen Bildschirm (ca. 600m lang wenn das reicht). Die bringen dann mehrmals in der Stunde unterschiedliche Shows auf der Leinwand mit Musik untermalt. Wir hatten einmal eine Videomusikshow mit Queen, wo die ganze Straße unter We will rock you erbebte und das andere mal eine Show mit Hippiemusik und drehenden bunten Wirbeln damit man auch mal einen Drogenrausch mit erleben kann ^^.

Ich hatte leider kein Fotoapparat mit, da ich dachte wir gehen nur was Essen/Trinken und dann ins Casino, deswegen nur ein Foto aus dem Internet, dass das ganze aber gut wiedergibt.

Freemont Street

Im Bücherladen waren wir auch noch – warum erwähne ich das – weil es eigentlich nur ein oder zwei Buchläden in ganz Las Vegas gibt und wir quer durch die Stadt dafür fahren mussten.

Nach der zweiten Woche Kurs habe ich nun auch meinen zweiten Test bestanden – fehlen noch 3 normale, 1 großer Test und mehrere Praktika, die bewertet werden. Die Instructoren, die wir haben, sind echt gut und beantworten auch so ziemlich alle Fragen, die man ihnen stellt. Sie sind immer für ein Witz bereit und machen mit uns von den 8h Arbeitszeit ungefähr 3h Pause. Man sollte es nur unterlassen mit denen über Politik, Umwelt und Waffenbesitz zu reden – da kann man sich nur an den Kopf greifen bei den teilweise verschrobenen Ansichten.

Heute Abend gehen wir aber noch bunt gemischt was essen, da werden wir beiden Deutschen sein, ein Australier, ein Kanadier, ein Bulgare, ein Vietnamese und ein Ami. Das wird bestimmt lustig werden.

Mal schauen, dieses Wochenende ist bei uns etwas länger, da die hier ihren Independence Day feiern – da der auf nen Sonntag fällt machen die Amis halt gleich den Montag mit frei. Wir werden sicher mal den Grand Canyon erkunden. Es soll schließlich noch wärmer werden – was liegt da näher als in die Wüste zu fahren…